Cookies und Werbung
Große Teile der heutigen Internetangebote sind werbefinanziert. Dadurch sind Internetnutzer in der Lage, Inhalte kostenfrei zu nutzen und sich untereinander zu vernetzen. Dass die Anbieter dieser Inhalte funktionierende Geschäftsmodelle haben müssen, versteht sich von selbst.
Die Werbefinanzierung sichert dabei die redaktionelle Pflege, die technische Bereitstellung und die Weiterentwicklung aktueller Angebote ab. Dabei hat des Internet gegenüber den klassischen Medien als Werbeträger eine Reihe unschlagbarer Vorteile: So ist es möglich, die Werbebanner einfach anzuklicken und so bspw. mehr Produktinformationen zu erhalten oder um Zusendung weiterer Informationen zu bitten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dem einzelnen User Werbebanner nur in einer bestimmten Häufigkeit einzublenden, also bspw. das Banner für ein neues PKW-Modell jedem User nur höchstens fünfmal zu zeigen. Dies funktioniert jedoch nur dank Cookies: In den Cookies kann auch mitgezählt werden, wie häufig ein Browser bereits ein bestimmtes Werbebanner eingeblendet hat. Wird dann ein Grenzwert erreicht, so wird das Banner nicht mehr eingeblendet - und der User wird von stets wiederkehrender Werbung verschont.
Eine weitere Möglichkeit für genauere Zielgruppenansprache ist das Behavioral Targeting. Und auch dieses benötigt Cookies: Unterschiedlichen Usern wird unterschiedliche Werbung eingeblendet - und zwar in Abhängigkeit der zuvor von den Usern besuchten Web-Inhalte. Auf diese Weise ist es möglich, relevantere Werbung auszuliefern. Wer beispielweise viel auf Koch-, aber nie auf Autoseiten surft, wird dann eher Koch- als Autowerbung erhalten. Die Werbetreibenden senken somit ihre Streuverluste - und die User erhalten weniger irrelevante Werbung, sondern werden zu Themen angesprochen, die sie interessieren.
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